Berufung Ordensfrau | Berufungspastoral
 

 
Banner Berufungspastoral
Station auf der Fußwallfahrt
Berufe der Kirche
 
 

Berufung Ordensfrau

Als Ordensfrau zu leben hat intensiv mit der Frage zu tun „Wofür lebst du?“. Wie kommt es zu so einer Lebensentscheidung? Für mich waren die Schwestern im Institut der Schulschwestern in Zwettl, die ich in während meiner Internatszeit kennenlernen durfte, der Anstoß diesen Weg zu gehen. 

Was heißt das konkret? „Wie werde ich Ordensfrau?“


Das Hineinwachsen verläuft in Stufen und kann unterschiedlich gestaltet sein. In der Gemeinschaft der Franziskanerinnen von Amstetten (Schulschwestern), deren Mitglied ich 1981 geworden bin, begann es mit dem Kennenlernen in der Zeit der Kandidatur (mindestens 6 Monate). Bei der Einkleidung erhielt ich meinen Schwesternnamen Maria Franziska und das Ordenskleid, bestehend aus Habit und Schleier. Die folgenden 12 Monate (Noviziat) dienten dem intensiven Einüben in das Leben nach dem Evangelium. Es galt die Grundhaltungen der drei Gelübde zu verstehen, um diese in den Alltag integrieren zu können. Arm, gehorsam und keusch zu leben, das habe ich bei der ersten Profess (Gelübdeablegung) auf Zeit versprochen und nach fünf Jahren für „mein ganzes Leben“. 

Die berufliche Aus- und Weiterbildung erhält je nach Sendungsaufgabe der Ordensgemeinschaft unterschiedliche Prioritäten. Unsere Aufgabe ist es in erster Linie jungen Menschen Bildungschancen zu eröffnen. Daher durfte ich die Ausbildung zur Hauswirtschaftslehrerin absolvieren und habe als solche auch viele Jahre lang in Schule und Internat gearbeitet. Heute ist mir die Leitung der Gemeinschaft anvertraut, zu der ich jeweils für 6 Jahre gewählt werde. 

Franz und Klara von Assisi, unsere Ordensheiligen, ermutigen uns zu einem intensiven Leben mit den Menschen, fordern uns heraus einen einfachen Lebensstil zu wählen und uns einzulassen auf einen schöpfungsgerechten Umgang mit den Ressourcen der Mutter Erde. 

 

Franziskanisches Berufungsjahr: 

Auch heute braucht es engagierte junge Frauen, die mit uns diesen Weg als Ordensfrauen gehen. Um sich mit der Frage der persönlichen Berufung intensiver auseinandersetzen zu können bieten die  franziskanischen Gemeinschaften Österreichs im Jahr 2018/19 wiederum die Möglichkeit für Männer und Frauen zwischen 18 und 40 Jahren das „Franziskanische Berufungsjahr“ an. Wir „machen uns als kleine Gruppe von Suchenden auf einen spannenden Weg. Das Ziel ist es, richtige Lebensentscheidungen zu treffen. Du bist dabei herzlich willkommen, egal, ob es dich vom Gefühl her eher in Richtung Ehe, geweihtes Leben oder zu einem Leben als Single zieht.“ So heißt es im Einladungsfolder. 

Orientierung und Hilfestellungen auf diesem Weg suchen wir bei Franz und Klara von Assisi. Impulse, Bibelarbeit, Gebet, Gottesdienste, Austausch, Schweigetage und das Kennenlernen verschiedener franziskanischer Klöster in Österreich helfen und unterstützen diesen Suchprozess. 

Der Schnuppertag für Interessierte findet in unserem Kloster in Amstetten am 10. November 2018 statt. Wir treffen uns bis Mai 2019 an 4 Wochenenden (Samstag bis Sonntag) und zu den Schweigetagen. Nähere Informationen zum laufenden Berufungsjahr gibt es auf www.berufungsjahr.at, in Kürze erscheinen dort die Termine und Orte für das nächste Jahr. 

Für Rückfragen und nähere Informationen stehen ich gerne zur Verfügung.